Sozialwirtschaft - Forschung

Von Dr. Michael Seligmann

Welche Wirkungen sind eigentlich erwünscht und wer bestimmt dies und damit auch die Wirkungsziele? Auf diese Frage wird vor allem eine Antwort der Adressat*innen benötigt, denn die Messung von Wirklichkeit etwa mit Hilfe „geeigneter“ Indikatoren bildet diese nicht ab sondern konstruiert lediglich ein Abbild. Und die Kontrolle mit Hilfe dieser Indikatoren verbessert noch keine Wirkung. Damit eröffnete Stefanie Albus, Forscherin von der Universität Bielefeld ihren Vortrag „Die Vermessung der Partizipation – Implikationen einer teilhabeorientierten Wirkungssteuerung“ am 16. Mai 2019.

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Von Dr. Michael Seligmann

In der nicht ganz kurzen Geschichte zur Messung von Wirkungen läuft der Gesamtdiskurs Gefahr, allein für gesellschaftlich erwünschte Wirkungen Finanzmittel bereitzustellen und nicht für im Einzelfall notwendige, nützliche, geeignete Hilfen. Das ist eine der zusammengefassten Aussagen von Prof. Norbert Wohlfahrt in seinem Vortrag zu „Wirkungen messbar machen? Zu einigen Konsequenzen des aktuellen Wirkungsdiskurses“ am 16. Mai 2019.

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Von Dr. Michael Seligmann

Der Begriff der Wirksamkeit kommt im BTHG allein schon 18mal in dem Abschnitt zum SGB IX vor und spielt damit, so Prof. Florian Gerlach in seinem sehr erhellenden Vortrag „Die Einführung von Instrumenten der Wirkungssteuerung durch das BTHG und ihre rechtlichen Implikationen“ am 16. Mai 2019, im Diskurs um das BTHG eine zentrale Rolle. Allein, es findet sich keine direkte Definition, was denn nun damit gemeint sei: „Die inflationäre Verwendung des Begriffs der Wirksamkeit verhält sich umgekehrt proportional zur Erläuterung des Begriffs selbst.“ Weder das BTHG noch seine Begründung durch die Bundesregierung, noch die Landesausführungsgesetze, die Landesrahmenverträge, Rechtsprechung oder Fachliteratur führen dazu etwas aus. „Allgegenwärtig ist die Formulierung, dass Wirksamkeitsprüfung, -kontrolle, etc. stattfinden soll, was das ist, bleibt offen.“

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Von Dr. Michael Seligmann

Die Initiative Zukunft der Sozialwirtschaft hat mit aktiver und finanzieller Beteiligung von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe schon sehr frühzeitig das Forschungsprojekt WirkJuBe aufgesetzt. Dessen mittlerweile vorliegende Ergebnisse konnten Prof. Michael Macsenaere und Monika Feist-Ortmanns vom Institut Kinder- und Jugendhilfe Mainz (IKJ) in ihrem konzentrierten Vortrag zu „Weiterentwicklung der Hilfen Agenda zur Erziehung durch die Optimierung empirisch erwiesener Wirkfaktoren – Praxisrelevante Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt WirkJuBe und anderen Studien“ am 16. Mai 2019 einordnen in den Erkenntniskanon vielfältiger weiterer Forschungsergebnisse.

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Von Dr. Michael Seligmann

Wie weit sind wir mit der Wirkungsmessung tatsächlich?

Kurzbericht über die Fachtagung am 16. Mai 2019 in Bielefeld, Diakonische Stiftung Ummeln

Die Ausgangslage ist etwas unübersichtlich: Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) erhalten die Aspekte Steuerung und Wirksamkeit von Hilfen eine neue wesentliche Bedeutung für die sozialwirtschaftlichen Leistungserbringer - aber was genau steht im Gesetz und wie viel Klarheit wird dadurch hergestellt? Worauf müssen sich Leistungserbringer und die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, einstellen?

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